Brücke e. V. Delmenhorst


Der Verein


Mit der Gründungsversammlung am 3. November 1983 wurde der Verein „Brücke e. V. Delmenhorst“ durch verschiedene Vertreter der Jugendstrafrechtspflege und anderen engagierten Persönlichkeiten ins Leben gerufen. Damalige Zielsetzung des Vereins war die Betonung des Erziehungsgedankens des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) durch das Angebot der Durchführung von pädagogisch begleiteten Arbeitsstunden.

Junge Menschen, die soziale Defizite aufweisen und strafrechtlich oder in einer sonstigen Weise sozial auffällig geworden sind, sollten sozialpädagogisch begleitet und gefördert werden. Die Gründung des Vereins hatte drei zentrale kriminalpolitische Überlegungen zur Basis:

Der Erziehungsgedanke des JGG`s sollte mehr zum Tragen gebracht und der dort festgeschriebene Handlungsspielraum optimal genutzt werden. Die das Jugendstrafverfahren begleitenden Stigmatisierungsprozesse sollten vermieden werden. Die Bereitstellung eines ambulanten Angebotes sollte die freiheitsentziehenden Maßnahmen ersetzen.

Durch die Verabschiedung des 1.JGGÄndG im Jahre 1991 wurde die zu leistende Arbeit des Vereins sowohl konzeptionell, wie auch geographisch erweitert.

Die Änderung des JGG 1991 führte mit einer Ergänzung des bestehenden Angebotes zur Betreuungsweisung und dem sozialen Trainingskurs.

Der auf das 1.JGGÄndG folgende Beschluss der Landesregierung, in Niedersachsen ein flächendeckendes Angebot der ambulanten Maßnahmen vorzuhalten, ließ das Brücke-Projekt Wildeshausen unter der Trägerschaft des Vereins „Brücke e. V. Delmenhorst“ für den Landkreis Oldenburg entstehen.

Im Spätsommer 1999 bezog der Verein die Räumlichkeiten in der Wissmannstraße 35 in 27755 Delmenhorst. Hier ist das Brücke-Projekt Delmenhorst angesiedelt. Das Brücke-Projekt Wildeshausen befindet sich in der Villa Knagge, Ahlhorner Straße 10 in 27793 Wildeshausen.

Durch die projektorientierten Inhalte und begleitenden strukturellen Rahmenbedingungen ist im Laufe der letzten Jahre die inhaltliche Gestaltung der zu leistenden Arbeit weiterentwickelt worden. Neben der Bereitstellung einer Geschäftsordnung und dem Vorhaben einer zusammenarbeitenden Strategie mit der Klientel wurde das tägliche Geschäft auf eine Grundlage gehoben, die zu der Neufassung der Konzeption aus 1991 geführt hat. Im Rahmen einer zeitgemäßen und bedarfsgerichteten Arbeit ist es notwendig, die Konzeption regelmäßig zu überarbeiten und zu erweitern. Die vorliegende Aktualisierung spiegelt die Arbeit beider Projekte wider. Zwar sind die einzelnen Projekthaushalte voneinander getrennt, doch finden sich mittlerweile viele inhaltliche Berührungspunkte in der zu leistenden Betreuungsarbeit. Diese Berührungspunkte haben auch die Idee begründet, eine gemeinsame Konzeption zu entwickeln.

In den Prozessen der gesamtgesellschaftlichen Veränderungen ist auch die Jugend einer starken Dynamik ausgeliefert. Durch die Verschlechterung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden nicht nur Grundeinstellungen berührt, sondern die Teilnahmechancen an den gesellschaftlichen Prozessen eingeschränkt. Perspektivlosigkeit, massive Probleme in der Ausbildungsplatzsuche, mangelhafte Ausstattung in den materiellen Ressourcen und die einseitige Betonung des Leistungsgedankens führen zu der Wandlung eines Erlebens und Erfahrens von Jugend. Diese Veränderungsprozesse müssen auch auf die Grundlage unseres Handelns in den Projekten wirken, so dass eine stetige Überarbeitung der Konzeption als zwingend erscheint.

Infos über den Verein können Sie auch downloaden:
Flyer "Information über unsere Arbeit und Angebote"


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